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Klimatipp im Februar - Eine Biodiversitätsstrategie

Auch wenn der kalendarische Frühlingsanfang noch auf sich warten lässt, scheucht er in der letzten Woche doch seine Vorboten voraus. Die Tage werden länger, die Temperaturen klettern in kleinen Schritten das Thermometer hoch und wer genau hinschaut kann schon die ersten Knospen an Haselnuss oder Flieder erkennen. Zeit also, sich nun auch gedanklich mit dem kommenden Gartenjahr zu beschäftigen. Wie möchte ich in meinem Garten gestalten und wie kann ich unsere heimischen Insekten oder Kleinsäuger damit sogar supporten?

Nachdem die Ausarbeitung einer ganzheitlichen Biodiversitätsstrategie für die Verbandsgemeinde Wallmerod im letzten Jahr abgeschlossen wurde, freuen wir uns nun Ihnen genau zu diesen Themen einen Workshop anbieten zu können. Im Rahmen eines Vortrags soll die Biodiversitätsstrategie der Verbandsgemeinde Wallmerod vorgestellt werden. Was können Vereine, Gruppen und Ortsgemeinden aber auch Privatpersonen tun, um die lokale Artenvielfalt und Biodiversität zu fördern? Welche Maßnahmen lassen sich besser gemeinsam realisieren und was kann jeder Einzelne ohne großen Aufwand im eigenen Garten für die Artenvielfalt tun?

Die Leitung der Veranstaltung übernehmen der Bürgermeister Klaus Lütkefedder sowie die Klimaschutzmanagerin Lina Braun der Verbandsgemeinde, gemeinsam mit dem Naturschutzreferenten Philipp Schiefenhövel der Will und Liselott Masgeik-Stiftung aus Molsberg.

Besonderes Highlight der Veranstaltung ist die Verleihung des ersten Biodiversitätspreises der Verbandsgemeinde Wallmerod, zu der alle herzlich eingeladen sind. Aktuell befinden sich die zehn Wettbewerbseinreichungen in der Prüfung durch eine unabhängige Expertenrunde. Von der Anlage von Feuchtbrachen über Rohbodenflächen bis hin zu Aufforstungsprojekten ist alles dabei. Als Preisgeld sind 1000 € vorgesehen, die auf die vielversprechendsten Projekte dreier Ortsgemeinden aufgeteilt werden. 500 € sind für die Siegergemeinde, 300 € für den Zweitplatzierten und 200 € sind für den dritten Platz vorgesehen. Die Vergabe des Biodiversitätspreises wird per Punktekatalog nach fünf Kriterien mit jeweils 0-5 Punkten beurteilt, wobei naturnahe Lebensräume eine große Rolle spielen.

Workshop zur Biodiversitätsstrategie der Verbandsgemeinde Wallmerod
am Mittwoch, 13. März 2024
ab 19 Uhr im Sitzungssaal, Gerichtsstraße 1 in Wallmerod

Das Klimaquiz!

Auch in den vergangenen Winterferien gab es wieder das Klimaquiz für Grundschüler. In neun kniffligen Rätseln konnten die Grundschüler ihr Wissen unter Beweis stellen. Dieses Jahr stand das Quiz ganz in Sinne der Artenvielfalt. Von Fragen zu Auswirkungen von Klimaschwankungen über Fragen zu Handlungsempfehlungen um unsere tierischen Mitbewohner zu unterstützen, war alles dabei.

Unter allen korrekten Einsendungen wurden die ersten drei Plätze nach Einsendeschluss gelost. Die Verbandsgemeinde Wallmerod gratuliert deshalb ganz herzlich: Sofia Noll aus Niederahr (4. Klasse), Felix Sinzig aus Obererbach (3. Klasse) und Finn Steioff aus Hundsangen (4. Klasse).

Workshop Biodiversitaet

KW 04 - Heizen mit Holz

Vor allem vor dem Hintergrund der Preisanstiege bei Öl, Gas und Strom sowie Versorgungsängsten rückt das Thema Heizen mit Holz wieder stärker in den Fokus. Von den einen als nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen angesehen wird das Heizen mit Holz von anderen kritisch diskutiert und als Raubbau an der Natur betitelt. Aber was ist genau dran?

Im Hinblick auf steigende CO2-Werte aus Industrie, Konsum und Mobilität fungieren die Wälder unserer Erde als sogenannte CO2-Senken. Bedeutet? Unser Wald filtert klimaschädliches Kohlendioxid aus unserer Atmosphäre. Wenn nun die energetische Holznutzung weiter stark gesteigert wird, ist zu befürchten, dass Wälder ihren bisherigen Beitrag zum Klimaschutz nicht mehr leisten können. Um diesem Trend entgegen zu wirken, ist es notwendig, dass mehr Holz nachwächst als dem Wald entnommen wird. Aber auch lange Transportwege sowie die Bearbeitung von Scheitholz ist nicht CO2-Neutral. Ist die Verbrennung von Holz in Kleinfeuerungsanlagen also per se schlecht? Eher nicht. Vor allem nicht, wenn die Alternative eine Gas- oder Ölbetriebene Heiztechnik darstellt, über deren ökologischen Fußabdruck wohl jeder von uns Bescheid weiß. Allerdings erkennen wir daran, dass das Heizen mit Holz auch nicht so unproblematisch ist wie viele vielleicht gedacht haben. Was also tun? Neben einer Regionalität des Scheitholzes ist es wichtig auf eine nachhaltige Bewirtschaftung beim Einkauf zu achten.

Was kann ich tun?

Für all diejenigen unter uns, die ihre Liegenschaften mit Holz heizen oder dies vorhaben, findet am Mittwoch den 31. Januar, ab 19 Uhr eine Veranstaltung Heizen mit Holz in der Verbandsgemeinde Wallmerod statt. Die Veranstaltung wird vom Forstamt Rennerod in Kooperation mit der Klimaschutzmanagerin Lina Braun ausgerichtet und bietet zudem die Möglichkeit einer Holzfeuchtemessung. Holzenergieberater Carsten Frenzel von Landesforsten Rheinland-Pfalz wird in etwa 2,5 Stunden in einem Vortrag mit Anschauungsobjekten zeigen, wie durch Art und Weise des Holzspaltens, der Lagerung und des Anheizens der Verbrennungsvorgang positiv beeinflusst werden kann. Die Vorstellung des neuen Anfeuermoduls gehört natürlich auch dazu. Ebenso werden die Brenneigenschaften der verschiedenen Baumarten erklärt und verdeutlicht, wie jeder auch Nadelholz in seiner Feuerstätte nutzen kann. Es sollen auch Unsicherheiten bezüglich der Kleinfeuerungsanlagenverordnung und rechtliches Aspekten geklärt werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Antworten auf individuelle Fragen zu erhalten. Auch Infomaterialien liegen bereit. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Holzfeuchtemessung als besonderer Service zu Beginn der Heizsaison: Sind Sie hinsichtlich der Holzfeuchte unsicher, weil das Holz z.B. erst ein knappes Jahr lagert? Dann bringen Sie ein trockenes, aber zuvor frisch gespaltenes Holzscheit aus Ihrem jetzt zu verbrennenden Vorrat mit. Kommen Sie dafür bitte um 18.40 Uhr.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Informationsveranstaltung Heizen mit Holz
31. Januar – 19.00
Holzfeuchtemessung: 18.40

KW42 - Gut fürs Klima – Gute für den Geldbeutel

Das Klimaschutz oft auch ein Wirtschaften in die eigene Tasche darstellt, ist für keinen von uns neu. Energetische Sanierungen am Haus lassen uns schon seit Jahren ordentlich Energiekosten einsparen. Vor allem im Hinblick auf die ansteigenden Preise der Energiebranche ist uns jede eingesparte kWh willkommen. Aber auch selbst produzierter Strom kommt dem Geldbeutel sowie dem Klima zugute.

Und genau in diese Kerbe schlagen eine Vielzahl von Förderprogrammen unseres Landes. Damit Sie sich in dem Dschungel von Fördermöglichkeiten zurechtfinden, bietet die Energieagentur RLP den Fördermittelkompass an. Von der Energieagentur RLP haben Sie noch nichts gehört? Diese wurde 2012 als Agentur des Landes RLP gegründet, berät Kommunen und bringt Energiewende und Klimaschutz voran. Aber wie genau finde ich das passende Förderprogramm für mich? Sabine Schneider, Regionalreferentin der Energieagentur im Regionalbüro Westerwald erklärt: „Auf der Webseite der Energieagentur Rheinland-Pfalz gibt es den Fördermittelkompass. Dieser zeigt Ihnen auf, ob es eine passende Förderung für Ihr Klimaschutz- oder Energiewende-Projekt gibt. Mit dem Fördermittelkompass können Sie in wenigen Schritten sehen, welche Fördermittel für Ihr individuelles Vorhaben in Frage kommen. Neben Bürgerinnen und Bürgern können auch Kommunen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen nach geeigneten Förderprogrammen suchen. Der Fördermittelkompass weist nicht nur Förderprogramme von EU, Bund und Ländern auf, sondern auch von Kommunen und Energieversorgern.“ Konkret bedeutet dies eine Wahlmöglichkeit zwischen den drei Hauptthemen Gebäude, Mobilität und Infrastruktur. Um konkrete Informationen über Förderaufrufe in Ihrer Umgebung zu bekommen, gilt es nun noch die Postleitzahl anzugeben und im Anschluss kann aus den Unterkategorien Gebäude, Heizungsanlagen, Haustechnik, Beratungsleistungen, Gebäudehülle und regenerative Energien gewählt werden.

Mehr zu den Fördermöglichkeiten? Schauen Sie doch in folgende Programme:

Sie wollen Bauen? Informieren Sie sich doch über das Förderprogramm Passivhaus-Förderung - Pro Passivhaus e. V. Wer als privater Bauherr die Richtlinien des Passivhaus Instituts Darmstadt einhält kann eine Förderung in Form eines Zuschusses von 500 Euro beantragen.
Sie wollen sanieren, wissen aber nicht genau wo Sie anfangen sollen? Schauen Sie hier mal in die BAFA - Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude. Gefördert wird in diesem Programm eine umfassende Energieberatung für das Aufzeigen von Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung von Wohngebäuden. Möglich ist eine Förderung übrigens über 80% der Bruttoberatungskosten.

Auf der Homepage des Regionalbüros Westerwald werden zudem aktuelle Themen rund um die Energiewende kommuniziert. Von Veranstaltungen in der Region über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Weiter Informationen dazu finden Sie unter dem nachfolgenden Link:

www.energieagentur.rlp.de/foerderkompass
www.energieagentur.rlp.de/westerwald/

kw42 sabine schneider 2023

Sabine Schneider, Regionalreferentin Westerwald